Pankratiuskirche

Der Möglinger Kirchturm steht mutig, Wind und Wetter ausgesetzt, über dem alten Teil des Dorfes. Die Grundmauern des Turmes stammen aus dem 13. Jahrhundert und machen deutlich, dass die Kirche vermutlich schon mit der Ortsgründung als Wehrkirche erbaut wurde.
Der Name Pankratiuskirche erinnert an den Vornamen eines jungen Mannes, der im 3. Jh. Christ geworden war. Als man ihn zwang vom christlichen Glauben abzulassen und wieder den römischen Vielgötterglaube anzunehmen, hielt er standhaft am Bekenntnis an Jesus Christus fest.
Die heutige Kirche ist ein Kulturdenkmal von großer Bedeutung.  Im 15. Jahrhundert wurden Wandmalereien angebracht, die die 10 Gebote, die Passionsgeschichte Jesu, einen Marienzyklus und das Weltgericht zeigen. So konnten damals der größtenteils noch leseunkundigen Bevölkerung Kernstücke des christlichen Glaubens nahegebracht werden. Um 1600, der Ort war inzwischen evangelisch geworden, überstrich man diese Wandmalereien. In der Folgezeit wurde ein Advents-/ Weihnachtszyklus und ein Passions-/Osterzyklus – insgesamt 16 Gemäldejeweils mit einem Bibelvers versehen - an den Brüstungen befestigt. Damit wollte man die Gläubigen ganz auf das Wirken von Jesus Christus ausrichten.
Die Pankratiuskirche ist seit Generationen ein geistlicher Ort. Durch die Verkündigung der frohen Botschaft von Jesus Christus ist diese Kirche ein Ort der Freude, des Trostes, der Ermutigung, der Orientierung und der Gemeinschaft. Über 100 Gottesdienste finden jährlich in dieser Kirche statt und viele Menschen empfangen hier Inspiration für ihr Leben.
Christlicher Glaube will gesungen werden. Die Pankratiuskirche ist Konzertraum für geistliche und weltliche Musik unterschiedlichster Stilrichtungen. Die Walker-Orgel (mit barockem Orgelprospekt), Kirchenchor, Kinderchor, Posaunenchor, Flötenkreis und viele Instrumentalisten verwandeln die Kirche immer wieder in einen wunderbaren Klangraum.
In einer Zeit allgemeiner Hektik empfinden wir einen Raum der Stille und der Besinnung als Wohltat. Die Pankratiuskirche lädt dazu ein, einen Gang „runter zu schalten“, die Stille, die wunderbaren Wand- und Brüstungsbilder auf sich wirken zu lassen, mit Gott ins Gespräch zu kommen. Diese altehrwürdige Kirche ist ein Kraftort, ein heilsamer Ort, damals wie heute.

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