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Jener volle Klang der Welt - D. Bonhoeffer, zum 75. Todesjahr

Vera Bauer und David Goldzycher lasen am vergangenen Sonntag aus den Briefen an einen Freund von Dietrich Bonhoeffer.

 

Nachdem im Februar 2020 Matthias Riedel in der Evang.Kirchengemeinde zum 75. Todestag von Dietrich Bonhoeffer einen Vortrag zum Thema„Die Kirche lieben" gehalten hat, konnte nun die kleine Bonhoeffer-Reihe mit einem Abend zum Tema ,,Jener volle Klang der Welt" mit Vera Bauer und David Goldzycher abgeschlossen werden.In einem eindrücklichen Portrait gab Vera Bauer vergan-genen Samstag zusammen mit David Goldzycher (Violine) einen Einblick in die Gedankenwelt Dietrich Bonhoeffers. Die eindringliche Begegnung zeigte einen sensiblen, mit sich und den bedrängenden Herausforderungen des Nationalsozialismus ringenden Bonhoeffer. In einem fortwährenden inneren Klärungsprozess schöpfte er aus der Heiligen Schrift mehr und mehr die Kraft und den Mut seinen Weg des Widerstandes zu gehen. Dabei verstand sich Bonhoeffer nie als  Glaubensheld wie sein Gedicht „Wer bin ich?" eindrucks-voll belegt. Wenige Monate vor seiner Hinrichtung durch Erhängen schrieb er das Lied „Von guten Mächten treu und still umgeben". Dieses Glaubens- und Lebenszeugnis führte dazu, dass Dietrich Bonhoeffer heute weit über die evangelische Kirche hinaus in der ganzen Christenheit großes Ansehen genießt.
Pfr. Langer wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass Dietrich Bonhoeffer seit einigen Jahren auf einer Ikone in San Bartolomeo (Rom) neben anderen Glaubenszeugen aus der katholischen und orthodoxen Kirche als Märtyrer des 20. Jahrhunderts abgebildet ist.